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Netzwerkverkabelung im Haus - Tipps & Tricks

Beim Hausbau oder Umbau sollte eine passende Netzwerkverkabelung gleich mit installiert werden. Aber welche Komponenten werden benötig? Was muss man bedenken?

Die Konzeption und Planung der Verkabelung ist wichtig, weil nachträgliche Veränderungen immer ärgerlich sind. Planungsfehler können sich auch noch in vielen Jahren auswirken. Heute könnte man sich zwar auch ausschließlich für Datenübertragungen per WLAN entscheiden, aber eine richtige Netzwerkverkabelung ist dennoch nicht zu unterschätzen, denn auch wenn die Übertragungsraten vom WLAN inzwischen meist ausreichend sind, gibt es oft Probleme mit der WLAN Reichweite und Verbindungsabbrüchen. Aus diesem Grund sollte beim Hausbau immer eine Installation von Cat 7 Netzwerkkabeln erfolgen.

Welche Netzwerkkabel / Netzwerkdosen sind sinnvoll?

Bei einer Neuinstallation der Netzwerkkabel sollten Cat 7 Netzwerkkabel verwendet werden. Sie erreichen eine Betriebsfrequenz bis zu 1000 MHz. Die Datenübertragungsrate beträgt bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (10 GBit/s). Die Cat 7 S/FTP Netzwerkkabel haben eine Gesamtschirmung in Form eines Geflechts aus Kupfer oder Aluminium und zusätzlich ist jedes Adernpaar nochmals einzeln abgeschirmt. Bei 12,5 GBit/s (1250 Megabyte) kann man ca. 300 MP3 Songs pro Sekunde übertragen. Damit sind große Datenübertragungen (Filme, MP3 Sammlung) kein Problem. Die Netzwerkkabel lassen sich übrigens direkt rückseitig am Patchpanel mit einem LSA-Anlegewerkzeug auflegen.

Bei den Datendosen (Netzwerkdosen) reichen dagegen Cat 6A Dosen aus. Diese gibt es als Unterputz-Variante, die sich perfekt in das Gesamtbild einfügen oder als Aufputz-Variante, falls Sie die Netzwerkinstallation nachträglich ins Haus installieren.

Wie viele Netzwerkdosen im Haus werden benötigt?

Die Anzahl der Netzwerkanschlüsse/Netzwerkdosen ist individuell unterschiedlich. Es ist aber von Vorteil, in jedem Zimmer mindestens eine Doppel-Netzwerkdose zu haben, im Wohnzimmer mindestens zwei oder drei. Da die Vernetzung der Hausgeräte immer mehr zunimmt (Kühlschrank, Waschmaschine, Fernsehen, Radio, Receiver, NAS, Media-Center-PC fürs Wohnzimmer etc.) und hier noch keine Grenze in Sicht ist, planen Sie lieber ein paar Netzwerkdosen als Reserve ein. So ersparen Sie sich das nachträgliche Aufrüsten durch einen Switch oder das nachträgliche Verlegen lästiger Kabel durch bereits fertige Räume.

Zentraler Ort für Serverschrank und Patchpanel

Die verlegten Netzwerkkabel sollten Sie an einem zentralen Ort, z.B. im Hauswirtschaftsraum (HWR) auflegen und patchen, denn dort kommt in den meisten Fällen die Telefon- und Internetleitung an. Telefon und Internet lässt sich wunderbar im Netzwerkschrank integrieren.

Bei Serverschränken gibt es verschiedene Größen. Bei einem normalen Einfamilienhaus reicht oft ein kleiner Serverschrank, z.B. ein 10 Zoll Serverschrank plus 10 Zoll Patchpanel.

Netzwerkdosen auflegen und installieren

Bei der Installation der Netzwerkdosen gibt es zwei Normen: TIA-568A und TIA-568B. Achten Sie darauf, im ganzen Haus immer denselben Standard einzuhalten. Eine Mischverkabelung wird in den meisten Fällen trotzdem funktionieren, ist aber nicht empfehlenswert.

Bitte achten Sie bei der Auswahl der Datendosen auf die Kabelzuführung und prüfen vor der Bestellung die Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort im Haus. Es gibt zwei Varianten: Kabelzuführung von links/rechts oder Kabelzuführung von oben/unten.

Das Patchpanel, die Zentrale für das Netzwerk

Alle Netzwerkkabel werden auf dem Patchpanel aufgelegt. Dafür benötigen Sie ein passendes Auflegewerkzeug. Das gibt es einzeln oder auch im Set mit Diagnosegerät und Crimpzange.

Eine erste Funktionsprüfung erfolgt, wenn alle Netzwerkkabel mit dem Patchpanel und den Netzwerkdosen verbunden sind. Dafür benötigt man einen LAN Tester, der mit einer Remoteeinheit über ein Netzwerkkabel an das Patchpanel angeschlossen wird und mit der anderen Remoteeinheit an der entsprechenden Dose. Der LAN Tester prüft dann, ob alle Adern richtig aufgelegt sind. Wenn alles passt, leuchten alle Leuchtdioden von 1 bis 8 auf. Ist dies nicht der Fall, muss die Netzwerkverkabelung nochmal korrigiert werden.

Nach der Prüfung aller Netzwerkdosen wird das Patchpanel eingebaut, im Anschluss der Switch in den Serverschrank integriert und die Patchkabel mit Patchpanel und Switch werden verbunden.

Test der Netzwerkverkabelung

Nachdem alles gepatcht und angeschlossen ist, können Sie einen ersten Test unter realen Bedingungen durchführen:

  1. Z.B. im Wohnzimmer ein NAS über eine Netzwerkdose in das Heimnetzwerk integrieren.
  2. Prüfen, ob die Verbindung hergestellt werden konnte.
  3. Zum Test z.B. ein HD Video vom NAS abspielen.

Wenn alles flüssig und störungsfrei läuft und keine Fehler aufgetreten sind, sollten noch weitere Tests folgen. Aber Sie können sicher sein, dass Sie mit der bisherigen Installation auf dem richtigen Weg in ein perfekt Netzwerkverkabeltes Zuhause sind.

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